Feldgruppe
In welche Richtung geht es nach Hause?

Für Wolfgang heisst es schon wieder, Abschied nehmen von den Menschen in der D.R. Kongo. Doch jedes Ende bedeutet auch ein Anfang und diesem wohnt bekanntlich auch ein Zauber inne.

Mein Abschied von meiner neugewonnenen Familie hier in Mweso ist gekommen und er fällt, wie schon bei früheren Einsätzen, schwer. So viele Mitarbeiter*innen im Krankenhaus sind Freunde geworden, die Umgebung irgendwie ein zweites Zuhause. Die eine oder andere Kolleg*in wird man vielleicht irgendwo zufällig wieder treffen. Der rege Austausch von Whatsapp-Adressen tröstet einstweilen.

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Abschied von meinem zweiten Zuhause mit einem weinenden und einem lachenden Auge.

Wenn ihr diesen Text lest, bin ich wahrscheinlich schon zurück in Regensburg und freue mich über meine Familie und die Freunde, eben das andere Zuhause!

Aber es geht weiter!

Für mich persönlich folgt nun allerdings der vielleicht wichtigste Teil meiner Mission: Ich möchte bei den koordinierenden Stellen in Goma und im Hauptquartier von Ärzte ohne Grenzen in Amsterdam für den Aufbau einer Anästhesie mit Intubation und Beatmung hier in Mweso werben. Ich bin überzeugt, es würde die Sicherheit unserer Patient*innen erhöhen und dem internationalen Standard sehr viel näherbringen. Ganz umsonst geht sowas leider nicht: Es entstehen Personalkosten, beispielsweise für eine Anästhesist*in ebenso, wie Materialkosten, wie zum Beispiel für den Intubations-Simulator. Darum drückt uns die Daumen!

Am Horizont wartet übrigens bereits die nächste Mission. Sie soll im Frühjahr stattfinden und führt mich wieder „nach Hause“ – in die Zentralafrikanische Republik,
Ziel meines ersten Einsatzes mit Ärzte ohne Grenzen.

Vielen Dank für euer interessiertes Mitlesen, et à la prochaine!

Euer Wolfgang