Feldgruppe
Not macht erfinderisch: Wie aus verschiedenen kaputten Generatoren ein neuer wird

Diese Woche lerne ich unsere zwei neuen Mechaniker an, die wir letzte Woche eingestellt haben. Für alle anderen Mitarbeiter gibt es jetzt viel zu tun: Wir haben zwei Fahrzeuge aus dem Außeneinsatz zurückbekommen, die ziemlich kaputt sind. Das erste Fahrzeug hat einiges aufzuweisen: Frontscheibe gesplittert, Lenkgestänge gebrochen, Reifen geplatzt...

Die Autos werden viel in Projekten benutzt, bei denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterwegs sind, zum Beispiel, um von einem Ort zum anderen zu kommen. Bis die Autos so kaputt sind, kommen viele Umstände zusammen. Meistens ist es die starke Beanspruchung, weil die Straßen schlecht sind oder es gar keine Straßen gibt. Manchmal spielt das Wetter eine Rolle und es kommt zu Unfällen.
 

Das Auto hat ganz schön etwas mitgemacht.

„Mit purer Muskelkraft“

Unsere Werkstatt ist für alle Generatoren zuständig, die die Teams von Ärzte ohne Grenzen in der Zentralafrikanischen Republik benutzen. Sie werden in den Projekten eingesetzt, um im Notfall immer Strom zu haben. Zurzeit gibt es 12 solcher Projekte im Land. Am Donnerstag bekommen wir Besuch von unseren holländischen Kollegen: Sie brauchen so schnell wie möglich einen neuen Generator. Klar, nichts leichter als das! Wir machen uns daran, aus verschiedenen kaputten Generatoren einen ganzen zusammenzubauen. Und schon am nächsten Tag steht der neue Generator einsatzbereit bei uns in der Werkstatt.

Es bleibt nur noch ein Problem: Der Transport. Das Ding wiegt immerhin eine Tonne! Aber unsere Kollegen haben an alles gedacht: In kurzer Zeit taucht ein Bus mit zehn Mitarbeitern auf. Mit purer Muskelkraft verladen sie den Generator auf einen Pick-Up-Truck – Respekt!

Am Wochenende gehe ich mit einer kolumbianischen Psychologin, die für das Projekt zur Hilfe für Überlebende von sexueller Gewalt arbeitet, auf dem „Marché artisanal“. Das ist ein Markt mit selbstgemachten Sachen, wie zum Beispiel Produkten aus Holz oder Kleidung. Wieder zuhause fängt einer unserer Logistiker an, Plätzchen zu backen – da bin ich natürlich sofort dabei!

Pause mit den drei Mechanikern Blaise Sabone, Patrick Songomby und Merlin Samba.