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02.12.07 Das Beste am Reisen ist das Zurückkommen!

Liebe Freunde,

Liebe Freunde,

in Brüssel angekommen. Sitze in meinem Hotelzimmer, das ich mir mit einem kanadischen Arzt teile und wundere mich, dass ich nach einer unbequemen Nacht im Flugzeug nicht müde bin. Kommt wahrscheinlich später. Als ich kurz vor zehn im Hotel eintraf, hieß es, ich könne noch ein Frühstück haben: ein Buffet ist aufgebaut mit Brötchen, Butter, Croissants, Käse, Orangensaft, Schokoladenschmiere … das alles gab es nicht am Mt. Elgon. Das Beste am Reisen ist das Zurückkommen!

Den letzten Tag in Nairobi nutzte ich, um mich, wie ich das gerne tue, planlos durchs Stadtzentrum treiben zu lassen, hier einen Cafe zu trinken und dort ein Bier. Auf dem zentralen Platz hatten sich trotz strömendem Regen Tausende versammelt, um den Welt-Aids-Tag zu begehen; als ich vorbeikam, wurde die Veranstaltung gerade eröffnet, mit der Nationalhymne, gespielt von einer Militärkapelle, und mit einem langen Gebet. Der Regen wurde den triefenden Besuchern als Geschenk Gottes dargestellt, über das sie sich freuen sollten.

Auf die Idee, Nairobi als schön zu bezeichnen, kämen wohl nur wenige, aber das wimmelnde Chaos im Zentrum ist mir, dem überzeugten Großstädter, durchaus willkommen. Hier fühle ich mich wohler als hinter dem Stacheldrahtzaun der Gated Community im Vorort. In einer Art Bierzelt treffe ich mich zum letzten Mal mit Elvis; ich weiß, er hatte einen Kollegen gefragt, ob er ihm seine Digitalkamera abkaufen könne. Ich schenke ihm zum Abschied meine; sie ist schon etwas älter, demnächst wollte ich sie ohnehin durch ein hosentaschentaugliches Modell ersetzen. Das ist, wie ich finde, ein guter Abschluss: etwas da zu lassen, das man anfassen kann, nicht nur ein paar Ideen und Konzepte, von denen ich nicht weiß, wem sie wieviel nützen.

Viele Grüße
Markus