Feldgruppe
Alle arbeiten für das gleiche Ziel

Am Ende ihres ersten Einsatzes mit Ärzte ohne Grenzen blickt Hebamme Christine Tasnier auf die bereichernde Zusammenarbeit mit internationalen Kolleginnen und Kollegen zurück. Denn alle verbindet der Wunsch, medizinische Nothilfe zu leisten. 

Es ist bereichernd, mit Kolleginnen und Kollegen aus so vielen verschiedenen Ländern zusammenzuarbeiten. Nicht nur die südsudanesischen Kollegen, auch die äthiopischen Kollegen und mein internationales Team habe ich sehr schätzen gelernt. Uns alle verbindet der Wunsch, medizinische Nothilfe zu leisten – für die Schwächsten, die sonst keine Versorgung erhalten würden. Es ist mir wichtig, dass wir dabei nicht nach Herkunft, Religion oder politischer Überzeugung fragen.

Die Menschen hier danken mir immer wieder für meine Unterstützung. Die Bewohnerinnen und Bewohner im Lager sind abhängig von humanitärer Hilfe. Sobald es geht, werden die Menschen zurückkehren in den Südsudan und ihr Leben wieder selbst in die Hand nehmen. Dies gilt hier wie in anderen Krisenregionen weltweit. Ich denke zum Beispiel an die Zentralafrikanische Republik, wo Hunderttausende im eigenen Land und in den Nachbarländern auf der Flucht leben. Oder an das grösste Flüchtlingslager weltweit in Bangladesch, in dem wir auch tätig sind. Vielerorts sind unsere Teams dort, wo Menschen ohne medizinische Hilfe wären – ähnlich wie hier in Kule.