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Zentralafrikanische Republik

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Fistelcamp von Ärzte ohne Grenzen in Boguila - November 2010

Patientinnen müssen vor und nach ihrer Fistel-Operation viel Wasser trinken, damit ihr Urin nicht konzentriert ist. Etwa zwei Millionen Frauen in Afrika haben eine Geburtsfistel.

Fisteln können durch Komplikationen bei der Entbindung verursacht werden, oder durch sexuelle Gewalt. Es entsteht ein Loch zwischen Scheide und Blase oder zwischen Scheide und Rektum. Manchmal auch an beiden Stellen. Als Folge kann die Frau ihren Urin oder Stuhl nicht mehr halten. Viele dieser Frauen leben in großer Scham und werden nicht selten von ihrer Familie und Dorfgemeinschaft verstoßen. Weil in den meisten Krankenhäusern und Gesundheitszentren weder die erforderlichen Instrumente noch das Wissen vorhanden sind, haben die Frauen wenig Chancen, dass ihre Fisteln operiert werden. Im Jahr 2010 operierten und behandelten die Teams von Ärzte ohne Grenzen rund 1.000 Frauen mit Geburtsfisteln.

Foto:  Sarah Elliott für Ärzte ohne Grenzen