Fieldset
Flüchtlinge in Nimba

Drei Tage war die 72-jährige Martine zu Fuß unterwegs, um den Grenzübergang in Butuo zu erreichen, denn sie kann nur noch langsam und nur kurze Strecken am Stück gehen. Ihre Tochter brachte zuerst ihr Kind über die Grenze zu Verwandten und kehrte dann zurück, um Martine zu begleiten. Vor einem Monat kamen die beiden im liberianischen Ort Froley an. Wie zehntausende Ivorer sind sie auf der Flucht vor Gewaltausbrüchen in der Elfenbeinküste, wo sich die Lage zunehmend verschlechtert. Die meisten von ihnen leben nun bei Gastfamilien in den Dörfern der Region Nimba, doch allmählich werden hier Trinkwasser und Nahrungsmitteln knapp. Es gibt kaum Zugang zu Gesundheitsversorgung, Ärzte ohne Grenzen besucht daher die Dörfer mit mobilen Kliniken.

Foto: Gaël Turine/VU'