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Elfenbeinküste: Verängstigt im Busch

Sie können nicht richtig essen und schlafen, leiden unter Angststörungen und Herzrasen. Viele haben Panik vor weiterer Gewalt. Andere haben nichts mehr, wohin sie zurückkehren können: ihre Häuser sind verbrannt, ihre Ernten vernichtet.

Auch Wochen nachdem die Gewaltausbrüche in Folge der Wahlen in der Elfenbeinküste nachgelassen haben, wagen sich viele der Menschen, die vor der Gewalt geflohen waren, noch immer nicht zurück. Viele Dörfer im Westen des Landes sind leer. Die Bevölkerung versteckt sich nach wie vor im Busch, Vertriebene leben in Lagern oder sind nach Liberia geflüchtet. Viele von ihnen sind entweder selbst Opfer brutaler Gewalt geworden, oder mussten miterleben, wie andere geschlagen, verbrannt oder umgebracht wurden.

Ärzte ohne Grenzen entsendet jede Woche mobile Kliniken an 25 Orte in den Westen und Südwesten der Elfenbeinküste, um so die Vertriebenen erreichen zu können. Außerdem betreiben die Teams 20 weitere mobile Kliniken in den Grenzgebieten Liberias.

Foto: Chris de Bode/Panos Pictures