Fieldset
Choucha Camp, Tunesien

Abubakar, 51, aus Eritrea: "Als der Krieg begann, wurden Ausländer plötzlich mit anderen Augen betrachtet. Die letzten Monate waren sehr schlimm. Ich bin im April in Choucha angekommen. Die Lebensbedingungen hier sind sehr hart. Ich bin Schriftsteller. Ich schreibe Gedichte, Kurzgeschichten und Novellen. Ich will etwas über das Leben hier im Flüchtlingslager schreiben."

Seit Beginn des Krieges in Libyen sind mehr als 600.000 Personen aus dem Land geflohen. Darunter tausende Flüchtlinge aus Ländern südlich der Sahara, die nun in Übergangslagern gestrandet sind. Teams von Ärzte ohne Grenzen haben in Lagern in Italien und Tunesien in mehr als 3.400 psychologischen Beratungsgesprächen Kriegsflüchtlinge betreut. Viele haben schwere traumatische Erfahrungen hinter sich. Ärzte ohne Grenzen fordert die europäischen Staaten dazu auf, die Aufnahmebedingungen dringend zu verbessern.

Foto: Eric Bouvet/VII network